Albert-Haueisen-Preis 2019
Kunstpreis des Landkreises Germersheim

Verleihung:

Zum 20. Mal wurde vom Landkreis Germersheim der „Albert-Haueisen-Kunstpreis“ vergeben. Herr Christoph Buttweiler, Erster Kreisbeigeordneter überreichte am 8. September 2019 im Zehnthaus die Preise.

Herr Dr. Heinz Höfchen, Kunsthistoriker, Leiter der graphischen Sammlung Pfalzgalerie Kaiserslautern und Mitglied der Jury erklärte in seiner Laudatio zur Verleihung des Albert-Haueisen-Preises 2019, die Ausstellung gibt einen Querschnitt der aktuellen Strömungen zeitgenössischer und auch junger Kunst in den Regionen Elsass, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Zur Entscheidung der Jury dürfen wir aus der Laudatio von Herrn Dr. Höfchen hier zitieren:

Hauptpreisträger Michael Rausch aus Windesheim zeigt in seinen Radierungen, die er Bodenstücke nennt, eng umrissene Details unseres landschaftlichen Umgebungsraums, sozusagen den banalen Bodensatz der Landschaft. Seine künstlerische Entwicklung zu den Bodenstücken ist die einer realistischen Abstraktion von Landschaft. Die Jury attestierte seinen Schöpfungen eine beeindruckende, geradezu atemberaubende technische Umsetzung der Details in seinen Blättern.

Der Förderpreis wurde Claudia Urlaß aus Wiesloch zugesprochen. Ihre 2017 entstandene Bleistiftzeichnung „Gewebe“ beeindruckt durch ein systematisches zeichnerisches Konzept und daraus folgend durch einen konzentrierten, für die Künstlerin meditativen Zeichenprozess, den sie auch als Gegenpol zur heutigen schnelllebigen und hektischen Zeit sieht. Es ist jedenfalls Zeichnen pur, und Claudia Urlaß zeigt uns die multiplizierte Linie als Inbegriff des Zeichnerischen, sie lenkt unser Interesse genau auf diese wesentliche Grundlage der Kunst.“

Die Arbeiten und die weiterer 26 Künstler, die sich am Wettbewerb beteiligten, sind seit
8. September und noch bis 6. Oktober 2019
im Zehnthaus Jockgrim zu sehen.

Ankündigung vom Juli 2019:

Zum 20. Mal schrieb der Landkreis Germersheim zusammen mit dem „Verein zur Förderung von Kunst und Kultur e.V.“ den „Albert-Haueisen-Kunstpreis“ aus. Der zur Förderung der Bildenden Kunst gestiftete Kunstpreis, der mit insgesamt 7.000 Euro dotiert ist und sich in Haupt- und Förderpreis teilt, wird gemeinsam für Malerei, Grafik und Plastik vergeben. Der Preis kann entsprechend dem Vorschlag der Jury auch auf mehrere Arbeiten verteilt vergeben werden. Für den Hauptpreis steht ein Betrag von 5.000 Euro und für den Förderpreis von 2.000 Euro zur Verfügung.

In diesem Jahr reichten 306 Künstler (184 Frauen und 122 Männer) aus den teilnahmeberechtigen Regionen Elsass, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz ihre Werke ein. Eine unabhängige Jury bestehend aus Simone Maria Dietz, Kunsthistorikerin, Dr. Sabine Heilig, Kunsthistorikerin, Erwin Heyn, Künstler aus dem Elsass, Dr. Heinz Höfchen, Kunsthistoriker, Pfalzgalerie Kaiserslautern, Brigitte Sommer, Künstlerin wählte aus allen Einreichungen Exponate von 28 Künstlern aus, aus denen der Preisträger ermittelt wird.

Die Preisträger erhalten die Möglichkeit, im September 2020 im Zehnthaus Jockgrim auszustellen.

Veranstaltungsort: Zehnthaus Jockgrim, Ludwigstr. 26-28
Veranstalter: Kuratorium für Kunst und Denkmalpflege e.V.
Homepage: www.zehnthaus.de, Kontakt: zehnthaus@gmx.de

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